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Geschrieben von Eberhard am 12.12.2001 um 13:22:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hallo,
folgendes habe ich gerade bei de.finance.yahoo.com gelesen:

STUTTGART (dpa-AFX) - Nur fünf Monate nach dem Produktionsbeginn des PT Cruisers im österreichischen Graz plant DaimlerChrysler (Frankfurt: 710000.F, Nachrichten) , den Bau des Erfolgsautos wieder komplett nach Mexiko zu verlegen. Das bestätigte ein Sprecher am Mittwoch. Der Autokonzern verhandele mit dem Zulieferer Magna Steyr über den Verkauf des Eurostar-Werks in Graz mit rund 2000 Beschäftigten.
"Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Es ist effizienter, die Produktion des PT Cruiser für alle Märkte an einem Ort zu bündeln", betonte der Sprecher. Den Ausschlag dafür habe die wirtschaftliche Öffnung Mexikos in den vergangenen Monaten gegeben. In Graz werden die Chrysler-Modelle PT Cruiser und Voyager für den europäischen Markt gebaut.

Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte erst im Juli in Österreich feierlich den Startschuss für die Produktion des im Retro-Design gebauten Autos gegeben. In diesem Jahr kommen insgesamt 35.000 Einheiten des PT Cruiser aus Graz. Auch die für europäische Käufer wichtige Diesel-Variante soll künftig nur im mexikanischen Toluca vom Band rollen.

DAIMLER SPART IN MEXIKO 2.000 DOLLAR PRO WAGEN GEGENÜBER ÖSTERREICH

Branchenexperten rechnen damit, dass DaimlerChrysler gegenüber dem Standort in Österreich pro Auto etwa 2.000 Dollar (4391 DM/2245 Euro) sparen kann. Die Produktion des Minivans Voyager soll dann in ein benachbartes Werk in Graz verlegt werden, das bereits Magna Steyr gehört. Dort werden auch Modelle des Jeep Grand Cherokee und der geländegängigen Mercedes-Benz M-Klasse und G-Klasse gebaut.

Über den Erhalt der Arbeitsplätze in Graz gibt es noch keine konkreten Aussagen. Für den Bau des PT Cruiser wurden dort 600 Jobs neu geschaffen. Der DaimlerChrysler-Gesamtbetriebsrat wollte am Mittwoch keine Stellung nehmen. Aus Branchenkreisen verlautete jedoch, dass Magna Steyr anstelle des PT Cruiser dort künftig Autos anderer Autohersteller produzieren wolle. Das Unternehmen gehört zum kanadischen Autozulieferer Magna International Inc. (Aurora). Magna hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die geplante Fusion der Steyr- Gruppe mit dem ebenfalls kanadischen Zulieferer Tesma International Inc. (Concord) auf Grund des geplanten Verkaufs des Eurostar-Werks abgesagt wurde./DP/fn



Geschrieben von Mr. Cruiser am 12.12.2001 um 14:57:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Upps!

Habe eben sämtl. Autoseiten durchforstet, einschl. der versch. DC-Seiten! Keine weitere Meldung dazu!

...wir dürfen gespannt sein...!



Geschrieben von norby am 12.12.2001 um 18:23:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hallo da draussen,

Ja, klingt boese, scheint aber wahr zu sein

Kam hier bei uns fast stuendlich in den Nachrichten......
Mehr Infos unter http://www.orf.at/orfon/011212-46016/index.html

ciao,
Franz



Geschrieben von stratus am 12.12.2001 um 18:37:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Gerüchte davon habe ich schon vor Monaten gehört. Habe diese auch im Forum bekanntgegeben.
Meine letzte Info aus dem Werk ist; Die Cruiserproduktion in Graz war ohnehin nur für ein Jahr geplant. Und das AUS für den PT in den nächsten Wochen (Werk Graz)ist beschlossene Sache. Da die Erwartungen beiweiten nicht erreicht wurden.

Meine Meinung: Mit einer anderen Motorenpolitik wäre es zu vehindern gewesen. Aber wenn interessiert`s jetzt noch!



Geschrieben von stratus am 12.12.2001 um 18:40:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

UND. Das Stronach (Magna) Eurostar kauft kann auch als beschlossen betrachtet werden.
Was wird aus dem Voyager????????????



Geschrieben von Eberhard am 13.12.2001 um 13:52:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hallo,

> Stratus: laut obiger Pressemeldung soll der Voyager in einem benachbarten Werk gebaut werden.

Wenn das Werk in Österreich geschlossen wird, Frage ich mich, ob es bei dem Diesel bei einer Markteinführung im März bleibt !?



Geschrieben von Gerhard am 13.12.2001 um 14:55:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hallo Cruiser,

laut Börsenzeitung trifft folgender Sachverhalt zu:

BÖRSEN-ZEITUNG, 13.12.2001 - Die DaimlerChrysler AG will das Automobilwerk Eurostar in Graz/Österreich an den kanadischen Automobilzulieferer Magna International verkaufen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte Verhandlungen. Bei Eurostar werden die Chrysler-Modelle PT Cruiser und Voyager für die Märkte in Europa und außerhalb Nordamerikas montiert. Dass sich DaimlerChrysler wieder von dem Eurostar-Werk trennen will, hängt mit der vorgesehenen Verlagerung der PT Cruiser-Fertigung in das mexikanische Werk Toluca zusammen. Das erfolgreiche Chrysler-Modell wurde dort schon bisher gefertigt, doch reichten die Kapazitäten nicht aus. Nachdem in Toluca die Kapazitäten erweitert werden, soll dort ab Mitte nächsten Jahres die PT Cruiser-Fertigstellung konzentriert werden. Aufgrund der kostengünstigeren Produktionsbedingungen verspricht sich DaimlerChrysler einen Kostenvorteil von rund 2000 Dollar pro Fahrzeug gegenüber der Fertigung in Graz.

Wenn man die Probleme der augenblicklich bei Chrysler in der Fertigung bestehenden Überkapazitäten betrachtet, dann wird klar, daß man zuerst versucht, eigene und kostengünstiger arbeitende Werke auszulasten und sich von Fertigungen zu trennen, die DC nicht zu 100% gehören (auch wenn dies für die Betroffenen schmerzhaft ist).
Der angekündigte Aufpreis für den Diesel hat übrigens absolut nichts mit der Verlagerung zu tun. Ebenso gibt es zur Zeit keine neuen Erkenntnisse, daß die Markteinführung des Diesel-PT deswegen verschoben wird.

Gruß



Geschrieben von Gerhard am 13.12.2001 um 17:32:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hallo Cruiser,

nachdem die Meldung vom Ende der Cruiserproduktion in Graz im Forum und im Chat größere Wellen (auch der Empörung) erzeugt hat, möchte ich anbei einen Artikel aus der Stuttgarter Zeitung von heute zitieren, der den Sachverhalt recht genau schildert (interne DC-Unterlagen will/kann/darf ich hier nicht veröffentlichen). Wahrscheinlich muß ich den Beitrag in mehrere Postings aufteilen, weil er recht groß ist. Habt bitte Nachsicht!

Zitat:
Stuttgarter Zeitung, 13.Dezember 2001

Magna braucht Platz für BMW-Geländewagen

Daimler denkt an weitere Varianten des PT Cruiser - Dieselmotor soll Absatzschub bringen

Graz/Stuttgart
Der Kauf des Daimler-Werks in Graz ermöglicht dem Partnerunternehmen Magna eine beträchtliche Expansion. Der Autozulieferer braucht Kapazitäten für einen Milliardenauftrag von BMW.

Von Paul Kreiner und Harry Pretzlaff

Seit sich Magna, der Konzern des österreichisch-kanadischen Industriellen Frank Stronach, in Graz eingekauft hat, ist das ehemalige Werk von Steyr-Daimler-Puch zu einem Spezialunternehmen für allradgetriebene Gelände- und Sportfahrzeuge geworden. Aktuelle Markttrends und die von der steirischen Wirtschaftspolitik gezielt geförderte Ansiedlung weiterer Hightech-Betriebe begünstigten diese Entwicklung. Bereits seit Jahren werden bei Magna in Graz-Thondorf im Auftrag des Stuttgarter Konzerns die Allradversionen der E-Klasse von Mercedes-Benz sowie die Geländewagen (G- und M-Klasse) gefertigt. Ferner montiert Magna den Jeep Grand Cherokee für Europa.

Das unmittelbar neben der Magna-Fabrik gelegene, nur durch einen Zaun getrennte Eurostar-Werk war seit 1990 ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der damaligen Steyr Fahrzeugtechnik und dem Chrysler-Konzern. 1999 übernahm Daimler-Chrysler dann den 50-prozentigen Magna-Anteil. Dort wurde zunächst der Minivan Chrysler Voyager gefertigt. In diesem Sommer kündigte Chrysler-Chef Dieter Zetsche an, dass in Graz zudem jährlich bis zu 50.000 PT Cruiser für den europäischen Markt gefertigt werden sollen. Für dieses Auto im Nostalgielook investierte der Konzern in Graz 58 Millionen Euro (113 Millionen DM). Es entstanden 600 zusätzliche Stellen. Bei Eurostar sind derzeit insgesamt 1900 Mitarbeiter beschäftigt, bei Magna 6000 Mitarbeiter. Die Produktion des Voyager soll nach dem Verkauf ins benachbarte Magna-Werk verlagert werden.

Der geplante Verkauf des Eurostar-Werks an Magna käme offenbar beiden Seiten zugute. Magna hat Ende Oktober einen Großauftrag an Land gezogen: BMW will seinen neuen Gelände-Sportwagen X3 in Graz produzieren lassen. Die Produktion soll 2004 aufgenommen werden und 2500 Arbeitsplätze binden. Allein für die Entwicklung sind nach BMW-Angaben noch 400 Ingenieure nötig. Geplant ist eine Fertigung von 300 Geländewagen pro Tag. Dafür soll oder sollte eine neue Montagehalle errichtet werden: Ob die Fertigungsanlagen bei dem zugekauften Eurostar-Werk den Bedarf bereits abdecken würden, ist offenbar noch nicht bekannt.


Fortsetzung folgt......



Geschrieben von Gerhard am 13.12.2001 um 17:36:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

....und hier ist die Fortsetzung des Artikels:

Zitat:
Ein Daimler-Sprecher bekräftigte gestern die wirtschaftlichen Vorteile einer Verlagerung der Produktion des PT Cruiser nach Mexiko. Die Wettbewerbsfähigkeit von Mexiko habe sich in den vergangenen Monaten verbessert, weil Handelsbarrieren abgebaut wurden oder dies in Sicht sei. Der Kostenvorteil soll rund 2000 Dollar je Auto betragen. Zudem bietet eine Bündelung der Produktion in Mexiko Vorteile, wenn mehrere Varianten dieses Autos gefertigt werden. Chrysler-Chef Zetsche hatte diese geplante Erweiterung im Sommer angedeutet. Bei der Vorstellung des Autos im Januar 2000 in Detroit wurden als Studien bereits eine Variante als zweisitziger Kastenwagen sowie eine sportliche Version mit größeren Rädern, breiten Kotflügeln und 200 PS starkem Turbomotor gezeigt.

Der Sprecher wies Spekulationen zurück, wonach der Absatz des PT Cruiser in Europa zu wünschen übrig lasse. In Deutschland liegt er hinter dem Voyager mittlerweile an zweiter Stelle in der Chrysler-Verkaufsrangliste. Einen weiteren Schub erwarte man, wenn das Auto demnächst auch mit einem modernen Dieselmotor zu kaufen ist.


Für Diskussionen bin ich heute wieder zwischen 19 und 20 Uhr im Chat des Forums erreichbar.

Gruß



Geschrieben von Oliver am 15.12.2001 um 10:08:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Hier eine weitere Nachricht zum Thema:

Freitag 14. Dezember 2001, 14:49 Uhr

ROUNDUP: DaimlerChrysler-Betriebsrat rechnet nicht mit Stellenabbau

Stuttgart (dpa-AFX) - Der DaimlerChrysler-Betriebsrat rechnet nicht mit einem Stellenabbau auf Grund der schwierigen Autokonjunktur. "Ich sehe keine Gefährdung der Beschäftigung", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der DaimlerChrysler AG (Frankfurt: 710000.F, Nachrichten) , Erich Klemm, am Freitag in Stuttgart.
Bei Mercedes-Benz seien sogar große Anstrengungen erforderlich, um das ehrgeizige Programm im ersten Halbjahr 2002 erfüllen zu können. Zwar erwarte er weltweit einen rückläufigen Markt für Personenwagen. "Aber das muss nicht für uns gelten", sagte Klemm. Geplant seien hohe Stückzahlen in den ersten Monaten, zudem laufe die neue E-Klasse an. Einige Werke seien bereits voll ausgelastet.

BETRIEBSRAT AUCH FÜR NUTZFAHRZEUGE ZUVERSICHTLICH

Auch für den schwächelnden Bereich Nutzfahrzeuge bleibt der Betriebsrat und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Autoherstellers zuversichtlich. "Unsere Arbeitszeitmodelle sind inzwischen so flexibel, dass wir größere Schwankungen rauf und runter aushalten können", sagte Klemm.

Die Variabilität liege bei 20 Prozent. "Wenn der Markt aber auf Dauer nur in eine Richtung geht, müssen wir uns etwas anderes überleben", schränkte er ein. DaimlerChrysler will nach früheren Angaben im Januar und Februar in der Bus-Produktion in Ulm und im Lkw-Werk im pfälzischen Wörth vorübergehend die Vier-Tage-Woche einführen.

Klemm betonte, dass die mittelfristige Planung des Autokonzerns wegen der Terroranschläge am 11. September auf Februar verschoben wurde. Die Entwicklung beim Sanierungsfall Chrysler liege seiner Einschätzung nach "ordentlich im Plan".

DAIMLER-WERK IN GRAZ KÖNNTE VERKAUFT WERDEN

Für den Fall des Verkaufs des DaimlerChrysler-Werks im österreichischen Graz an die kanadische Magna-Gruppe mahnte der Betriebsratschef Absicherungsvereinbarungen für die Mitarbeiter an. "Es ist immer dramatisch für die Belegschaft, mit Sack und Maus verkauft zu werden." Die Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Werk würden jedoch positiv eingeschätzt.

DaimlerChrysler hatte dort erst im Sommer mit der Produktion des Retro-Vans PT Cruiser für den europäischen Markt begonnen und dafür 600 Jobs geschaffen. Künftig soll das erfolgreiche Chrysler-Modell aus Kostengründen nur noch im Mexiko gefertigt werden.

Die vom IG Metall-Vorstand beschlossene LOhnforderung in Höhe von fünf bis sieben Prozent für die Tarifrunde 2002 nannte Klemm akzeptabel. "Natürlich ist die Erwartungshaltung bei unseren Beschäftigten höher als in einem Maschinenbau-Unternehmen, das Probleme hat." Entscheidend sei, was am Ende der Tarifverhandlungen herauskomme./DP/fn



Geschrieben von Mr. Cruiser am 11.02.2002 um 18:10:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Wieder ein paar Details in einer neuen Meldung:


11.02.2002 - 17.00 Uhr - Hamburg [autobild]

DaimlerChrysler plant Werksverkauf

DaimlerChrysler steht kurz vor dem Verkauf des Eurostar-Werks in Österreich an die Magna Steyr Group.

Die Magna Steyr Group besaß bereits in der Vergangenheit 49 Prozent an Eurostar, verkaufte diese aber im Juni 1999 an DaimlerChrysler. Jetzt will die Tochter des größten kanadischen Autozulieferers Magna International die Produktion von Mercedes-Benz- und Jeep-Modellen in Graz (Österreich) ausbauen. "Die Werke von DaimlerChrysler und Magna Steyr sind beide nur durch einen Zaun voneinander getrennt," sagt DC-Sprecherin Nicole Gall. "Für beide Unternehmen wäre das Geschäft eine gute Gelegenheit."

An dem DaimlerChrysler-Produktionsstandort in Graz wird der Chrysler PT Cruiser und der Kleinbus Chrysler Voyager hergestellt. Das Unternehmen will die PT Cruiser-Produktion laut früheren Angaben wieder ganz nach Mexiko verlegen.

Die Höhe des Verkaufspreises ist bisher nicht bekannt. Über das Schicksal der 1900 Eurostar-Angestellten sei dagegen erst kürzlich entschieden worden, so die Informationen aus unternehmensnahen Kreisen. Rund 800 der Arbeiter sollen demnach sofort von der Magna Steyr Group übernommen werden. Für die restlichen 1100 sei in den nächsten acht bis zwölf Monaten eine Weiterbildung geplant, die zum Teil von DaimlerChrysler finanziert werden solle. Anschließend will Magna Steyr die Arbeitskräfte übernehmen.



Geschrieben von stratus am 11.02.2002 um 19:23:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Aus Insiderkreisen ist mir folgendes zu Ohren gekommen.

Eurostar ist so gut wie verkauft an Magna.
Die dafür notwendigen Unterschriften sollen noch diese Woche getätigt werden.
Der PT wird wie schon des öfteren berichtet, in Zukunft, nur mehr in Mexico produziert werden.
Die Voyagerproduktion wird in die Magnahallen verlegt.
Und das "ehemalige" Eurostarwerk wird für die BMW X3 produktion hergezogen. Ab 2003 werden dann statt Chrysler, BMW vom Band laufen. Wo das Saab Cabrio produziert wird steht angeblich noch nicht fest!



Geschrieben von Mr. Cruiser am 16.02.2002 um 03:37:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Eurostar-Deal ist perfekt

Der Verkauf der Chrysler-Tochter Eurostar (Graz) an die Magna Steyr Group, einer Tochter des kanadischen Autozulieferers Magna International Inc., ist besiegelt. Wie der Fahrzeughersteller Daimler-Chrysler am Freitag (15.2.) im amerikanischen Auburn Hills mitteilte, sei der Vertrag unterschrieben. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.

Der Verkauf werde der Gesellschaft helfen, Kosten zu verringern und bestehende Kapazitäten effektiver zu nutzen, sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche. Der Kleinbus Chrysler Voyager werde weiterhin in Österreich hergestellt. Rund 800 der knapp 2.000 Angestellten von Eurostar würden an der Produktion beteiligt bleiben, hieß es. Der PT Cruiser soll künftig in Toluca (Mexico) produziert werden. Sobald es ein neues Projekt bei Eurostar gebe, würde die "große Mehrzahl" des verbliebenen Personals von Magna Steyr übernommen werden.

Quelle: auto.t-online, Foto: Magna



Geschrieben von Mr. Cruiser am 17.02.2002 um 00:32:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Manches steht zwar in den vorherigen Postings, aber es gibt auch noch ein paar interessante Fakten:

Der Verkauf des 1991 von Chrysler in Graz errichteten Eurostar-Werks an den Zulieferkonzern Magna International ist perfekt. Dies gaben Magna-International-Konzernchef Frank Stronach und der Vorstandsvorsitzende der Magna Steyr, Siegfried Wolf, am Freitag bekannt. Es wurde kein Kaufpreis genannt. Damit wechselt das Unternehmen, in dem derzeit rund 2.000 Beschäftigte Arbeit finden, von DaimlerChrysler zur Gänze zum Konzern des Austrokanadiers Stronach. Der Verkauf soll im Sommer 2002 abgeschlossen sein.

Derzeit werden dort der Chrysler Minivan Voyager sowie der erst im vergangenen Jahr angelaufene PT Cruiser gefertigt. Die Fertigung des letzteren soll nach dem Verkauf nach Toluca, Mexiko, verlegt werden.

Überbrückung für Mitarbeiter

Rund 800 der knapp 2.000 Eurostar-Mitarbeiter werden entsprechend der Vereinbarung mit DaimlerChrysler die Produktion des bisher bei Eurostar gefertigten Chrysler Voyager weiter führen. Die restlichen rund 1.200 Beschäftigten bekommen das Angebot, vorübergehend in eine Stiftung einzutreten, die als Überbrückung bis zum Anlauf der Produktion des neuen BMW X3 dienen soll. Magna Steyr rechnet mit einer Übergangszeit von acht bis zehn Monaten.

Die Kosten für die in Graz geplante Qualifizierungsstiftung für bis zu 1.200 Eurostar-Arbeiter bezifferte der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl, der ebenfalls in Oberwaltersdorf anwesend war, mit rund 10 Mill. Euro (137,6 Mill. S). Die Stiftung soll eingerichtet werden, um den größeren Teil der Eurostar-Beschäftigten, die mit dem Abzug des PT Cruiser arbeitslos würden, aufzufangen und weiter zu qualifizieren.

Getragen werden die Kosten je zur Hälfte vom Verkäufer DaimlerChrysler und von der österreichischen öffentlichen Hand. Magna Steyr rechnet mit einer Übergangszeit von acht bis zehn Monaten, bis die Mitarbeiter bei der Produktion des neuen BMW-Modells benötigt werden. Die bisher im Eurostar-Werk gefertigten 40.000 Voyager werden im Sommer auf das Gelände der Steyr Fahrzeugtechnik übersiedeln.

Mit Doppelt so vielen Autos an die Börse
Magna Steyr will durch den Zukauf des an die Steyr Fahrzeugtechnik (SFT) angrenzenden Eurostar-Werks seinen Ausstoß an Autos binnen drei Jahren mehr als verdoppeln. Von den derzeit 80.000 produzierten Wägen soll der Output im Jahr 2004 auf 180.000 Stück gestiegen sein, erläuterte Magna Steyr-Vorstandschef Siegfried Wolf am Freitag vor Journalisten. Konzerngründer Frank Stronach will das Unternehmen noch in diesem Jahr an die Börse bringen.

Als erstes soll Magna Steyr an die Technologiebörse Nasdaq gehen, meinte Stronach, der zusammen mit Wolf in der Europa-Zentrale des Konzerns in Oberwaltersdorf Details zur Neuerwerbung in Graz präsentierte. In weiterer Folge solle das Unternehmen an zwei oder drei europäischen Börseplätzen gelistet werden. Ob es zu einer Fusion mit dem ebenfalls zum Magna-Konzern gehörenden Zulieferunternehmen TESMA kommen werde, sei noch offen, der Börsegang der Magna Steyr solle aber unabhängig davon erfolgen, unterstrich Stronach.

Künftig: Entwicklung eines Gesamtfahrzeugs
Magna Steyr hat im Rahmen der Vereinbarung mit dem DaimlerChrysler-Konzern darüber hinaus ein Agreement über einen 50 Mill. US-Dollar (57,3 Mill. Euro/788 Mill. S) schweren Entwicklungsauftrag getroffen, sagte Wolf. Es gehe dabei um die "Entwicklung eines Gesamtfahrzeugs". Weitere Details wollte Wolf, der mittlerweile auch zum Vice Chairman von Magna International aufgerückt ist, nicht nennen.

Wirtschaftslandesrat: "Positives Signal"
Den Verkauf des Grazer Eurostar-Werks von DaimlerChrysler an Magna Steyr nannte der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl (V) am Freitag in einer Aussendung ein "positives Signal für den Wirtschaftsstandort Steiermark". "Trotz der weltweit angespannten Situation in der Automobilindustrie ist damit das Wachstum im steirischen Autocluster gesichert". Paierl meinte, die durch den Verkauf entstehende Situation am Arbeitsmarkt werde innerhalb des Autoclusters für eine Qualifikationsoffensive in Form eines "Mobilitätszentrums" genützt.

Durch die Vorbereitung der Fertigung der BMW X-3-Klasse und den Abzug der PT Cruiser-Produktion nach Mexiko entstand ein kurzfristiger Überschuss an Arbeitskräften, die bis zum Anlaufen der BMW-Produktion zum Teil in einer Stiftung aufgefangen werden sollen. "Die Qualifikation der Mitarbeiter wird weiter ausgebaut und somit der Wirtschaftsstandort Steiermark attraktiviert", erklärte der Landesrat: Der Automobilstandort bewege sich wieder einen Schritt nach vor.

Quelle: AUTOREVUE AT



Geschrieben von Mr. Cruiser am 06.03.2002 um 08:54:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Das habe ich gerade aufgeschnappt: "Der PT Cruiser für den Nicht-US-Markt wird noch bis Mitte 2002 im Grazer Eurostar-Werk gebaut."



Geschrieben von Mr. Cruiser am 16.01.2003 um 11:52:

  DaimlerChrysler will PT Cruiser nicht mehr in Österreich bau

Das Eurostar-Werk ist Graz mit der PT Cruiser-Produktion ist längst Geschichte. Nachfolgend ein für Interessierte spannender Bericht von "Siemens AG - Automation and Drives" über den damaligen Umbau für die PT Cruiser-Produktion:

Gebrauchte Autoproduktion

Wo noch vor wenigen Monaten der alte Chrysler Voyager die Fabrikhalle verließ, rollt jetzt der neue Chrysler PT Cruiser vom Band. In nur vier Monaten wurde bei Eurostar, Graz, eine bestehende Produktionslinie umgebaut – und dabei 25 Prozent der sonst üblichen Kosten eingespart.

Produktionsstraßen umzubauen, statt sie vollständig neu zu konstruieren, ist zwar nicht ungewöhnlich. Doch in der Regel bleibt von einer alten Anlage nicht viel übrig, wenn ein anderes Automodell die Werkshalle verlassen soll.
Bis auf die Betonfundamente ändert sich fast alles. Arbeitsabläufe müssen auf das neue Modell angepasst, mechanisch beanspruchte Bauteile ersetzt sowie Elektrik und Elektronik der Anlage vollständig ausgetauscht werden.
Zu viel ist seit der ersten Inbetriebnahme der Produktionsstraße abgenutzt worden, Anwendungen und Ansprüche haben sich geändert.

Bei der Umrüstung der Produktion der DaimlerChrysler-Tochter Eurostar Automobilwerk GmbH & Co. KG in Graz sahen die Vorgaben jedoch anders aus: Von der Rohkarossenfertigung des alten Chrysler Voyager sollte möglichst viel für eine Rohkarossenfertigung des neuen PT Cruiser übernommen werden. Zeitrahmen für den Umbau: vier Monate.

"Das Timing war der absolute Wahnsinn", sagt Rainer Friess vom Siemens Competence Center Automobil in Nürnberg. Üblich für einen solchen Umbau sei ein Jahr.

Alt und Neu.

Die größte Klippe, die es bei dem Projekt zu umschiffen galt, war jedoch das Zusammenführen von alten und neuen Bauteilen. "Das war schon eine besondere Herausforderung, sowohl mechanisch als auch elektrisch und steuerungstechnisch", sagt Bruno Kaip-Erlenbusch von Siemens Automation and Drives (A&D). Er arbeitet im Bereich Software-Entwicklung und Beratung. Normalerweise setzt er bei neuen Produktionsanlagen auch nur neue Module ein, beispielsweise in der Produktionslinie für das aktuelle Modell des Chrysler Voyager in Graz. Doch beim Umbau der Rohkarossenfertigung für den PT Cruiser musste er mit seinem Team die S5-Steuerungen der alten Maschinen mit S7-Controllern verbinden. "Dafür braucht man Leute, welche die Technik von beiden Produktfamilien kennen", sagt Kaip-Erlenbusch.

Die Rohkarossenfertigung des PT Cruiser gliedert sich in fünf Schwerpunkt-linien – so genannte Mainlines: Enginebox, Underbody, die parallel ver-laufenden Seitenteileproduktionen Bodyside right und Bodyside left und den zentralen Zusammenbau, der als Framing bezeichnet wird.
Acht Roboter und Werker mit Schweißzangen verbinden dort Unterboden mit Seitenteilen und Dach. Jede Mainline wird durch mehrere Offline-Stationen für die Vorteile-fertigung ergänzt. Bevor die Rohkarossen grundiert und lackiert werden, erhalten sie im Metal-Finish noch Türen, Motorhaube, Heckklappe und Kotflügel.

Mechanik und Elektronik.

Zuständig für die mechanische Installation des Rohbaus der Anlage war die Grazer SMB Stahl- und Maschinenbau GmbH.
Sie montierte Maschinen und Anlagenteile inklusive Verrohrung für Druckluft und Hydraulik, Be- und Entlüftung der Fertigungshalle, Schweißzangen-Luftabsaugung und Schweißzangen-Kühlung. Außerdem lieferte SMB die Wagen, auch Skids genannt, für den Transport der Karossen an den Fertigungs- und Montagelinien. Die Fertigungslinie des PT Cruiser enthält insgesamt 21 Schweißroboter und 44 Werker-Arbeitsplätze mit Schweiß-zangen. An ihnen werden mehr als 3000 Schweißpunkte an jeder Karosse gesetzt.

Bis zu 60 Monteure und Techniker mit den dazugehörigen Spezialwerkzeugen arbeiteten gleichzeitig am Umbau der Anlage. In 50 000 Arbeitsstunden von der Planung bis zur Inbetriebnahme bewegte SMB 200 Tonnen Anlagenteile und verlegte 9000 Meter Rohr- und Schlauchleitungen. Der Geschäftsbereich Industrial Solutions and Services (I&S) der Siemens AG Österreich zeichnete für das Engineering, die Montage und die Inbetriebnahme der gesamten Anlagensteuerung mit ihren 32 Mainline- und 44 Offline-Stationen verant-wortlich. Die Automatisierungskomponenten lieferte der Produkte- und Systemvertrieb von Siemens Automation and Drives. In der umgebauten Anlage werden Komponenten der Simatic-S7-Systemfamilie und im Werk bereits vorhandene Simatic-S5-Komponenten aus der früheren Voyager-Produktion sowie Simatic gesteuerte Komponenten des Pneumatic-Spezialisten Festo genutzt. Alle wesentlichen Steuerungselemente sind via PROFIBUS miteinander verbunden.

Insgesamt wurden rund 5000 digitale Eingänge und 2000 digitale Ausgänge automatisierungstechnisch in der Anlage miteinander verknüpft. Simatic-Steuerungen koordinieren alle Mainline- und Offline-Stationen.
Während die 44 nicht direkt angebundenen Arbeitsstationen bei Pico in Detroit vorinstalliert wurden, übernahm das Grazer I&S-Team direkt Hard- und Software-Engineering. Allein für die Vernetzung der Mainline-Stationen wurden 1800 Meter Busleitung verlegt. Zu Spitzenzeiten arbeiteten 40 Monteure und Techniker, die in rund 20 000 Arbeitsstunden für die termingerechte Abwicklung sorgten.

Steuerung und Überwachung.

In dem von Siemens I&S realisierten Automatisierungskonzept ist jede einzelne der fünf Mainlines mit einer eigenen Simatic S7-400 ausgestattet. Sie kommunizieren über ein eigenes PROFIBUS-DP-Netz. In diesem Netz sind die Bedien- und Beobachtungssysteme eingebunden.

Jede einzelne Linie verfügt über ein bis zwei Simatic-Multifunktionspanels MP270, die die Anlage in den Betriebsarten "Automatik", "Hand" und "Not-Hand" steuern. Lichtschranken, Endschalter von Schutzklappen und Schutzgittern, Leuchtmelder, Positionsschalter und Taster sind mit ET200 an den PROFIBUS-DP angeschaltet. Peripheriebaugruppen – binäre I/O-Baugruppen – der Simatic-S5-Familie einschließlich der Schaltschrankverdrahtung aus dem Bestand des Werkes werden mit Kommunikationsprozessoren in die Simatic-S7-Automatisierung eingebunden. Schließlich werden via PROFIBUS-DP sämtliche Daten zur Steuerung und Überwachung der Schweißroboter, Kappenfräser und Werkzeugwechsler bereitgestellt. Mehrere Drehstrom-Antriebseinheiten Simovert Master-Drives, ebenfalls im PROFIBUS-Verband, sorgen für den Transport der Rohkarossen mit Skids. Auch der Großteil der 360 Festo-Maxi-Ventile, die rund 900 Pneumatik-zylinder ("Spanner") ansteuern, erhält die Steuerungsbefehle über den Profibus. Die übrigen Festo-Ventilinseln, ebenfalls PROFIBUS-tauglich, befinden sich in den derzeit noch autarken Offline-Stationen.

Mehr als 2,2 Millionen Euro investierte DaimlerChrysler in die Automatisierung der Anlage. Dabei ist der Automatisierungsgrad mit etwa 35 Prozent niedriger als in den US-Werken für Mini-Vans. Das begründet Eurostar-Geschäftsführer Gary W. Cash: "Entscheidend hierfür sind die Flexibilität für unterschiedliche Modelle und unsere geringere Produktionskapazität." Er lobt die Zusammen-arbeit aller Beteiligten. Auch wenn es für diese ungewohnt war, an der neuen Anlage die Bauteile sogar einmal per Trennscheibe einzupassen – die Verbindung von Altem und Neuem hat sich gelohnt. Die Kosten waren um ein Viertel niedriger als nach üblicher Vorgehensweise. "Und das S5-S7-Zusammenspiel läuft via PROFIBUS ohne Probleme", sagt Siemens-Experte Friess zufrieden zum Abschluss des Projekts.

Quelle: Siemens AG - Automation and Drives


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